Kategorie: berichte

  • Fünf Seen, fünf Regatten, eine Serie: Die ILCA Bayern Master Serie 2026 ist abgeschlossen

    Mit der Bavarian Open am Wörthsee ist die erste Saison der ILCA Bayern Master Serie zu Ende gegangen. Hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern liegen fünf Regatten auf fünf bayerischen Seen, zahlreiche Wettfahrten und eine abwechslungsreiche Saison. Unterschiedliche Windverhältnisse, taktische Herausforderungen und spannende Duelle machten die Premierensaison zu einer sportlichen Reise durch die bayerische ILCA-Landschaft.

    Die Ergebnisse der Serie sind inzwischen aktualisiert und auf unserer Website zu finden. Damit steht die Gesamtwertung 2026 fest – und die erste Saison unseres neuen Formats ist erfolgreich abgeschlossen.

    Ein neues Format für den bayerischen ILCA-Segelsport

    Mit der ILCA Bayern Master Serie wurde 2026 ein neues Format für Seglerinnen und Segler ab 30 Jahren in den Klassen ILCA 6 und ILCA 7 ins Leben gerufen. Fünf etablierte Ranglistenregatten wurden zu einer gemeinsamen Gesamtwertung verbunden. Damit erhielten die einzelnen Veranstaltungen einen zusätzlichen sportlichen Anreiz: Nicht nur die Leistung bei einer einzelnen Regatta, sondern auch die Konstanz über die gesamte Saison hinweg war gefragt.

    Von Mai bis September führte die Serie vom Starnberger See über den Simssee und den Ammersee bis zum Großen Alpsee und schließlich an den Wörthsee. Jedes Revier stellte die Teilnehmenden vor eigene Herausforderungen und verlangte immer wieder neue taktische Entscheidungen.

    Gleichzeitig bot die Serie Gelegenheit, bekannte Gesichter wiederzutreffen, neue Kontakte innerhalb der ILCA-Flotte zu knüpfen und sich über mehrere Monate hinweg mit Seglerinnen und Seglern aus anderen Vereinen zu messen.

    Urlaser: Auftakt am Starnberger See

    Den Auftakt machte im Mai der traditionsreiche Urlaser beim Bayerischen Yacht-Club am Starnberger See. Die Regatta gehört seit vielen Jahren zu den festen Größen im süddeutschen ILCA-Kalender und bot den passenden Rahmen für den Start der neuen Master Serie.

    Neben den Wettfahrten kam auch das Miteinander an Land nicht zu kurz. Das gemeinsame Segleressen und der Austausch unter den Teilnehmenden gehörten ebenso zum Wochenende wie die Vorbereitung auf die nächste Wettfahrt. So vereinte bereits die erste Station zwei wesentliche Elemente der Serie: sportlichen Ehrgeiz auf dem Wasser und eine lebendige Gemeinschaft an Land.

    Mit dem Auftakt war der Grundstein für die Gesamtwertung gelegt. Von nun an zählte neben guten Einzelergebnissen vor allem die Konstanz über die weiteren Regatten hinweg.

    Die Laserschale: Anspruchsvolle Bedingungen am Simssee

    Im Juni machte die Serie beim Segler- und Ruderclub Simssee Station. Die Laserschale ist eine traditionsreiche ILCA-Regatta, die bereits seit den 1980er-Jahren auf dem Simssee ausgetragen wird. 2026 bildete sie den zweiten Lauf der Master Serie.

    Ein kräftiger Westwind sorgte für anspruchsvolle Bedingungen und ermöglichte einen zügigen Start in das Wettfahrtprogramm. Auch die Beteiligung konnte sich sehen lassen: Bei den ILCA 6 gingen 24 Boote an den Start, bei den ILCA 7 waren es zwölf.

    Gerade in den für die Master Serie relevanten Klassen verlangten die Bedingungen den Seglerinnen und Seglern körperlich wie taktisch einiges ab. Wer hier erfolgreich sein wollte, musste nicht nur Geschwindigkeit aufbauen, sondern auch Wind und Kurs konsequent im Blick behalten.

    Der Segler- und Ruderclub Simssee sorgte mit seiner Organisation für eine gelungene zweite Station. Für die Gesamtwertung bot die Regatta eine weitere wichtige Gelegenheit, Punkte zu sammeln und die eigene Position im Feld zu verbessern.

    Laser Datschi: Sommerliches Segeln auf dem Ammersee

    Anfang Juli ging es beim Augsburger Segler-Club in Utting mit dem Laser Datschi weiter. Die Regatta am 4. und 5. Juli fand zugleich im Rahmen der Bayerischen Landesjugendmeisterschaft der ILCA-Klassen statt und brachte damit unterschiedliche Generationen des ILCA-Segelsports zusammen.

    Bei sommerlichen Temperaturen und kräftigem Westwind konnten die Seglerinnen und Segler ein umfangreiches Wettfahrtprogramm absolvieren. Am Samstag wurden vier Rennen gesegelt, am Sonntag folgten zwei weitere Wettfahrten. Damit bot das Wochenende reichlich Gelegenheit, die eigene Form unter Beweis zu stellen und sich auf dem Wasser mit der Konkurrenz zu messen.

    Der Augsburger Segler-Club war bei seiner Heimregatta mit 19 Meldungen vertreten, darunter 14 Jugendliche aus dem eigenen Team. Insgesamt durfte sich der Verein über vier Podiumsplätze freuen.

    Auch wenn bei der Master Serie die Erwachsenenwertung im Mittelpunkt stand, zeigte die gemeinsame Veranstaltung eindrucksvoll, wie eng Nachwuchsförderung und aktiver Regattasport in der ILCA-Klasse miteinander verbunden sind.

    Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Master Serie war der Laser Datschi bereits die dritte Gelegenheit, wichtige Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln. Nach den ersten beiden Stationen rückte damit auch die Frage stärker in den Mittelpunkt, wer seine Leistungen über die gesamte Saison hinweg am konstantesten abrufen würde.

    Die Kuhschelle: Wechselhafte Bedingungen und eine spannende Ausgangslage

    Im August führte die Serie ins Allgäu zur 33. Internationalen Kuhschellenregatta des Segelclubs Alpsee-Immenstadt. Der Große Alpsee bot erneut eine eindrucksvolle Kulisse für den ILCA-Segelsport, stellte die Teilnehmenden mit wechselhaften Windverhältnissen jedoch auch auf die Probe.

    Am Samstag konnte bei leichtem Ostwind zunächst eine Wettfahrt gestartet werden, bevor der Wind im weiteren Verlauf nahezu vollständig einschlief. Am Sonntag zeigte sich der See von einer anderen Seite: Bei Westwind gelangen drei weitere Wettfahrten. Von den fünf ausgeschriebenen Rennen konnten somit vier durchgeführt werden.

    Insgesamt gingen 89 Boote an den Start – ein starkes Teilnehmerfeld, das die Bedeutung der traditionsreichen Veranstaltung für die ILCA-Klassen unterstrich.

    Auch mit Blick auf die Master Serie war die Kuhschelle ein wichtiger Meilenstein. In der ILCA-6-Wertung sicherte sich Nina Loser mit einer starken Serie den Gesamtsieg bei der Regatta und brachte sich damit auch für die Gesamtwertung der Master Serie in eine aussichtsreiche Position.

    Für Marco Casalini war die Kuhschelle ebenfalls ein besonderer Moment: Als einziger Teilnehmer hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits alle vier bis dahin ausgetragenen Regatten der Serie absolviert und konnte damit erstmals ein Ergebnis in die Streichwertung einbringen.

    In der ILCA-7-Wertung fehlten bei der Kuhschelle die Master-Favoriten Rainer Stiefken, Thoralf Wolfenstetter und Wolfgang Niessen. Damit blieb die Entscheidung um die Gesamtwertung bis zur letzten Station am Wörthsee offen. Für die Teilnehmenden war klar: Beim Finale würde es noch einmal darauf ankommen, die eigenen Chancen konsequent zu nutzen.

    Bavarian Open: Das Finale am Wörthsee

    Die letzte Station der Serie war im September die Bavarian Open beim Segler-Verein Wörthsee. Nach vier Regatten auf unterschiedlichen bayerischen Seen kam es hier zum Abschluss der Premierensaison – und damit zur letzten Gelegenheit, die eigene Position in der Gesamtwertung zu verbessern.

    Die Bavarian Open bildete den sportlichen Schlusspunkt einer abwechslungsreichen Saison, in der die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten unter ganz unterschiedlichen Bedingungen unter Beweis stellen mussten. Nach den vorangegangenen Stationen am Starnberger See, am Simssee, am Ammersee und am Großen Alpsee stand nun fest, wer sich über die gesamte Saison hinweg durchsetzen konnte.

    Mit dem Abschluss der Bavarian Open sind alle fünf Regatten absolviert und die Gesamtwertung der ILCA Bayern Master Serie 2026 steht fest. Die aktualisierten Ergebnisse sind ab sofort auf unserer Website verfügbar.

    Danke für eine gelungene Premierensaison!

    Eine Serie wie diese lebt nicht allein von den Wettfahrten und den Ergebnissen, sondern vor allem von den Menschen, die sie möglich machen.

    Unser herzlicher Dank gilt allen Seglerinnen und Seglern, die an den fünf Regatten teilgenommen und die erste Saison der ILCA Bayern Master Serie mit Leben gefüllt haben. Danke für spannende sportliche Duelle, fairen Wettkampf und die Begeisterung, die ihr über die gesamte Saison hinweg auf das Wasser gebracht habt.

    Ein ebenso großes Dankeschön geht an die fünf ausrichtenden Vereine: den Bayerischen Yacht-Club, den Segler- und Ruderclub Simssee, den Augsburger Segler-Club, den Segelclub Alpsee-Immenstadt und den Segler-Verein Wörthsee. Mit ihrer Organisation, der Wettfahrtleitung und dem Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer haben sie die Grundlage für eine erfolgreiche Premierensaison geschaffen.

    Unser Dank gilt ausdrücklich auch allen ehrenamtlich Engagierten, die häufig im Hintergrund arbeiten und mit ihrem Einsatz dafür sorgen, dass solche Regatten überhaupt stattfinden können.

    Siegerehrung bei der ersten Regatta 2027

    Die erste Saison ist abgeschlossen, doch die nächste Runde lässt nicht lange auf sich warten. Die Siegerehrung der ILCA Bayern Master Serie 2026 findet im Rahmen der ersten Regatta der Serie im Jahr 2027 statt. Dort werden die erfolgreichen Seglerinnen und Segler der Premierensaison geehrt.

    Bis dahin lohnt sich ein Blick auf die aktualisierten Ergebnisse, um die eigene Saison noch einmal Revue passieren zu lassen.

    Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für eine spannende erste Saison und freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2027 – mit sportlichem Ehrgeiz, fairen Wettfahrten und einer ebenso lebendigen ILCA-Gemeinschaft.

    Die Gesamtergebnissen der ILCA Bayern Master Serie 2026 findet ihr ab sofort aktualisiert auf unserer Website!

    Hier findet ihr die Einzelergebnisse auf manage2sail:

    Urlaser – Starnberger See

    Laserschale – Simssee

    Laser Datschi – Ammersee

    Kuhschelle – Großer Alpsee

    Bavarian Open – Wörthsee

  • Erfolgreicher Auftakt der ILCA Bayern Master Serie 2026 am Starnberger See

    Der Urlaser 2026 im Bayerischen Yacht-Club markierte in diesem Jahr den Start in die bayerische ILCA Master-Regattasaison und zugleich den Auftakt der neu geschaffenen ILCA Bayern Master Serie. Bei überwiegend leichten, aber anspruchsvoll drehenden Windbedingungen zeigte sich die Veranstaltung als echter Test für Taktik, Erfahrung und Geduld.

    Wettfahrtleiter Stefan Braun und sein Team sorgten dabei für einen reibungslosen Ablauf. Am Samstagnachmittag konnten zwei Läufe gesegelt werden, am Sonntag folgten bei weiterhin leichten und stark variierenden Winden drei weitere Wettfahrten. Besonders hervorzuheben war die kluge Entscheidung, bei wechselnden Bedingungen mehrfach auf Bahnverkürzungen zu setzen – ein wichtiger Faktor, um faire und sportlich saubere Zieleinläufe zu gewährleisten.

    Erfahrung setzt sich durch – aber die Jugend macht ordentlich Druck

    Im Feld der ILCA 7 zeigten Routiniers wie Pöhlmann, Niessen, Schäfferling, Stiefken, Wolfenstetter und Thiemann eindrucksvoll, dass Erfahrung auf dem Wasser nach wie vor ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. Trotz teils gerade aus dem Winter kommender Boote konnten sie sich ein Ergebnis im Spitzenfeld ersegeln und hielten mit den deutlich trainingsintensiveren Nachwuchsseglern sehr gut mit. Das unterstreicht einmal mehr: Segeln bleibt ein echter Erfahrungssport – jede Stunde auf dem Wasser zählt, auch wenn diese sich über viele Saisons hinweg angesammelt hat.

    Auch in der ILCA 6-Klasse zeigte sich ein spannendes Bild. Die Masters-Segler Wurm und Masters-Debütantin Loser sind hier ganz vorne mit dabei und prägen das Feld maßgeblich. Casalini, beliebt als fairer und intensiver Regattasegler, verpasste den Anschluss zur Führungsgruppe nur knapp. Sicherlich auch damit zu begründen, dass die Jugend im ILCA 6 für ein insgesamt sehr hohes Leistungsniveau sorgt. Aber gerade das lässt das gesamte Feld enger zusammenrücken und macht die Regatten sportlich besonders attraktiv.

    Dabei soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass sich im gesamten Feld der Masters viele solide und engagierte Leistungen abseits der vorderen Platzierungen gezeigt haben. Gerade diese Seglerinnen und Segler tragen entscheidend zur Qualität und zum Charakter der Serie bei: konstante Starts, sauberes Durchsegeln der Wettfahrten und der spürbare Wille, sich im Feld weiterzuentwickeln, machen das Starterfeld erst wirklich komplett. Die Bayern Master Serie lebt ausdrücklich nicht nur von den Spitzenplätzen, sondern von der Breite und der gemeinsamen Entwicklung auf dem Wasser.

    Und genau diese Offenheit ist ein zentraler Gedanke der Serie: Teilnehmen können selbstverständlich nicht nur Seglerinnen und Segler aus Bayern. Die Regatten stehen allen Masters offen, die Lust haben, sich mit Gleichgesinnten zu messen, unabhängig von regionaler Zugehörigkeit. Gerade der Austausch über Landesgrenzen hinweg bereichert das Feld und sorgt für neue Impulse – sportlich wie auch gemeinschaftlich.

    Ein Format mit Zukunft

    Der Urlaser 2026 hat damit nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch den Auftakt für eine Serie gesetzt, die deutlich mehr sein soll als nur eine Wertung. Die ILCA Bayern Master Serie lebt von der Mischung aus ambitionierten Masters-Seglern, geselligen Abenden und einer starken Gemeinschaft auf den bayerischen Seen.

    Genau hier liegt auch die große Chance für die kommenden Veranstaltungen: mehr gemeinsame Starts, mehr Vergleich über Alters- und Erfahrungsgrenzen hinweg – und vor allem mehr Seglerinnen und Segler, die sich trauen, Teil dieser Serie zu werden.

    Denn der Auftakt hat gezeigt: Die Bedingungen sind anspruchsvoll, aber fair. Die Organisation steht. Und die Gemeinschaft wächst. Wer Lust auf sportliche, taktisch fordernde Regatten in einer offenen und motivierenden Atmosphäre hat, findet in der Bayern Master Serie genau den richtigen Rahmen.

    Die Botschaft des Wochenendes ist klar: Mehr Masters auf dem Wasser bedeuten noch mehr Spannung, noch mehr Austausch – und noch mehr Segelspaß in Bayern.

    Zu den Ergebnissen Urlaser manage2Sail